Sonne tanken am Timmendorfer Strand

Sturmtief Niklas hat uns eine Menge Regen, Hagel und sogar Schnee gebracht. Da bringt ein Sonnen-Strand-Post doch gleich wieder ein paar Frühlingsgefühle zurück.

Der Herzmann hatte beruflich in Timmendorf zu tun und residierte im 7. Stock des Maritim Seehotels. Ich hatte in der Woche einen freien Tag und fuhr mittags zu ihm. Weil ich ihn einfach sehr vermisste und weil das Wetter einfach so wundervoll war, dass ich das Meer und den Strand sehen musste. Die Kamera hatte ich natürlich auch im Gepäck.

Ich kam an, als der Herzmann grade Pause hatte. Perfektes Timing. Ich konnte in seinem Zimmer meine Sachen ablegen und schnell einmal im Bad verschwinden. Danach trennten sich unsere Wege wieder. Er ging zurück ins Seminar und ich auf die Promenade. Es wimmelte dort von Leuten älteren Semesters und ihren Hunden. Ein paar Maler in grauen Kitteln hatten sich vor einer großen Baumgruppe aufgebaut und zeichneten konzentriert. Ein Filmteam scharwenzelte lange um sie herum und drehte aus allen möglichen Perspektiven. Ich setzte mich erst einmal auf eine Bank, las ein bisschen in meiner Zeitschrift und genoss die Sonne. Und das alles ohne Jacke!

Lange konnte ich nicht still sitzen. Nach 15 Minuten ging ich auf Fotojagd.

Timmendorf_Strand_Treppe

Timmendorf_Strand_Dünengras

Ich spazierte am Strand entlang bis zur Seeschlösschenbrücke. Auf deren Ende gibt es ein Restaurant, in dem man von Pizza bis zum Eis alles essen kann. Die Preise sind allerdings recht deftig. Brücke und Restaurant sind abends schön beleuchtet. Das wollte ich mir zu späterer Stunde unbedingt noch einmal anschauen.

Timmendorf_Strand_Seeschloesschenbruecke

Nach etwa zwei Stunden froren meine Finger doch ganz schön. Es war mittlerweile nach 16 Uhr und es wurde merklich kühler. Außerdem fehlte mir die allerliebste Freundin, mit der ich sonst zusammen fotografiere. Es machte so ganz allein nur halb so viel Spaß. Ich kaufte mir bei einem Bäcker ein fluffiges Laugencroissant und lief zurück Richtung Hotel. Der Herzmann hatte mir seinen Schlüssel überlassen. Ich genoß die Aussicht aus dem 7. Stock und kuschelte mich dann gemütlich in einen Sessel.

Timmendorf_Bruecke_Maritim Seehotel

Eine dreiviertel Stunde später war der Herzmann auch fertig. Mir knurrte schon wieder der Magen. Wir hübschten uns also etwas auf und suchten uns ein Restaurant. Auf meinem Spaziergang war mir eine spanische Tapas-Bar aufgefallen. Das Bar Celona liegt etwas außerhalb der Promenade. Wir liefen vorbei an einigen Fisch-, italienischen und deutschen Restaurants. Alle waren gut besucht. Im Bar Celona war es noch recht leer. Es war noch ziemlich früh am Abend. Wir bestellten eine stattliche Menge Tapas. Es klingt immer alles so lecker und die Portionen sind nicht so groß – da verschätze ich mich jedes Mal. Unser Tisch war voll mit kleinen und größeren Schälchen. Und es war köstlich!

Timmendorf_Bar Celona_Tapas

Wir hatten danach noch Appetit auf Nachtisch. Das, was angeboten wurde, war leider nichts für meinen Schokozahn. Wir machten also einen Verdauungsspaziergang am Strand und ich schoss noch das ersehnte Nachtbild von der Seeschlösschenbrücke.

Timmendorf_Strand_Seeschloesschenbruecke_Nacht

Timmendorf_Strand_Seeschloesschenbruecke_Front_Nacht

Timmendorf_Strand_Nacht

Ich hatte mein Stativ natürlich im Auto liegen lassen, das am anderen Ende der Promenade stand. Also machte ich die Bilder frei Hand. Dafür sind sie gar nicht so schlecht. Weil ich aber die Isozeit so hochschrauben musste, rauschen sie sehr.

Wir bekamen dann doch beide kalte Füße und suchten uns ein nettes kleines Restaurant. Im Filou gab es deutsche Küche und: Germknödel! Die esse ich unheimlich gern und hatte sie schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Drinnen war es sehr voll. Wir suchten uns einen gemütlichen Platz an der Bar, wärmten uns mit Tee auf und bekamen einen unglaublich leckeren und großen Germknödel, den wir uns teilten. Wir quatschten eine ganze Weile und mit einem Mal war es schon 22 Uhr. Ich hatte am nächsten Tag um 9 Uhr einen Termin und musste zurück in die Großstadt. Sonst wäre ich bestimmt dort geblieben.

Der Herzmann brachte mich zum Auto und wir verabschiedeten uns schweren Herzens. Ein ganz wundervollen Tag hatte ich am Timmendorfer Strand.

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2 Kommentare

  1. moppilina · · Antworten

    So ein kleiner Urlaub zwischendurch ist ganz toll. Und wenn man dann noch seinen Herzmann 😉 sieht, der beruflich unterwegs ist, ist das was ganz besonderes.

    1. Oh ja! Es war wirklich herrlich entspannend. Und der Herzmann und ich haben qualitative Zeit miteinander verbracht. Das war so schön 😉

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