Halbjahresbilanz

Der Juni ist fast rum und der Sommer beginnt so langsam auch im hohen Norden. Meine Vorsätze habe ich nicht vergessen, wenn ich mich auch nicht immer ganz fest daran gehalten habe. Eine kurze Zwischenbilanz hilft vielleicht beim Fokussieren.

Gelassenheit

Schleichend setzte wieder die Ungeduld ein. Ich bemerkte, wie ich vor allem beim Autofahren wieder hektischer wurde. Seit April pendle ich 60 Kilometer zur Arbeit und wieder zurück. Ich quetschte mich zwischen die LKW, zog schnell nach links rüber, um nicht mit 80 Stundenkilometern hinter ihnen zu kleben. Dass meine Ausfahrt nur 2 Kilometer weiter war, reichte mir schon zum Überholen. Auf dem Stück Bundesstraße nervte mich jeder LKW, den ich nicht überholen konnte.

Nach ein paar Wochen stellte ich fest, dass ich zwar 5 Minuten schneller, aber auch deutlich gestresster am Ziel ankam. Wozu also die ganze Hektik? Ich versuche nun, wieder etwas gelassener zu bleiben, ich kann sowieso nichts daran ändern, dass der LKW vor mir fährt. Überholen ist nur auf einem kurzen Stück möglich und der Gegenverkehr ist zu stark. Und wahrscheinlich wartet ein paar hundert Meter weiter der nächste Truck…

Also, durchatmen, Musik aufdrehen und die Sonne genießen, die endlich scheint. Denn das Stück über die Elbe ist wirklich unglaublich schön!

Ernährung

Das Jahr begann ganz gut, ich verlor aber im April etwas die Disziplin. Im Bürogebäude ist ein Bäcker, den ich relativ häufig besuchte. Der neue Job forderte viel Zeit und Hirnschmalz zum Einarbeiten. Abends knurrte mir der Magen und ich kaufte meistens „etwas Schnelles“ im Supermarkt. Ich zog vor einer Woche die Reißleine. Sprach mit den Trainer im Studio, machte einen Plan und kaufte viel Gemüse und Obst. Ich versuche, auf Schoki zu verzichten und gönne mir nur ab und zu einen Keks nach dem Mittagessen (zum Kaffee ist das einfach zu lecker). Wir kochen wieder mehr selbst und ich bereite mein Mittagessen vor. So bin ich nicht mehr Stammgast beim Bäcker (nur für die Dinkelbrötchen – die sind echt so lecker).

Sport

Ich war gut dabei, ging regelmäßig in Studio und mit dem Mann laufen. Auch während des neuen Jobs. Dann wurde Lilly krank. Ein unglaubliches Pflegeprogramm bestimmte unseren Tagesablauf und ich war abends wie erschlagen. Danach wurde ich dann erst einmal krank. So war ich locker sechs Wochen nicht beim Sport. Unglaublich, wie schnell die Muskeln wieder abbauen! Ich war erschrocken und ziehe jetzt wieder regelmäßig meine Sportschuhe an.

Einen neuen Tanzverein haben wir bisher noch nicht gefunden und durch eine Verletzung konnte ich bisher auch noch nicht wieder klettern gehen. Das wird jetzt aber nachgeholt.

Arbeit

Wie schon erwähnt, habe ich mich beruflich verändert, weiterentwickelt, neu angefangen. Ich arbeite in genau dem Job, den ich wollte. Vielfältig, herausfordernd, qualifizierend. Allerdings bin ich ein gebranntes Kind und stehe einigen Dingen skeptisch gegenüber. Ich muss da noch für mich rausfinden, wie ich manche Dinge finden und bewerten sollte. Mal schauen, wie es da weitergeht. Bisher bin ich jedenfalls ganz zufrieden.

Blog

Hier klappt seit einiger Zeit nichts von dem, was ich mir vorgenommen hatte. Ein Haufen Bilder und Geschichten liegen herum und ich komme einfach nicht dazu, sie zu veröffentlichen. Sehr stiefmütterlich habe ich ihn behandelt, meinen Blog. Das soll sich schnell ändern. Und ein erster Anfang ist der Beitrag hier. Das Blogprojekt von Dominik soll natürlich auch wieder regelmäßig zu Texten auf Küstenkind führen.

Freunde

Ich sehe die allerliebste Freundin nun deutlich weniger. Das fehlt mir sehr. Es war anfangs ganz ungewohnt, sie nicht mindestens einmal die Woche zu treffen und Klönschnack zu halten. Doch wir telefonieren öfter und versuchen, uns regelmäßig zu sehen. Das darf gern so bleiben und sich idealerweise wieder häufen 🙂

Mit der ehemaligen Kollegin und jetzt lieben Freundin bilden wir gemeinsam mit den Herzmännern ein schönes Vierergespann. Wir konnten unsere Sushi- und Spieleabende beibehalten und planen nun gemeinsamen Urlaub. Da freue ich mich schon sehr drauf.

Die Lieblingsschwester ist vor einem halben Jahr in eine kleinere Hansestadt gezogen – und sie fehlt mir sehr. Ihr neuer Job ist anstrengend und zeitraubend. Wir sehen uns im Moment selten und hören auch nicht so oft wie früher voneinander. Sie fehlt mir. Ich hoffe, dass sich die Situation wieder bessert.

So im Rückblick konnte ich ganz gut an meinen Vorsätzen festhalten. Hier und da möchte ich etwas nachjustieren und am Ball bleiben. Eigentlich bin ich aber recht zufrieden bis jetzt. Die nächste Jahreshälfte kann kommen!

Unglaublich, dass 2015 schon zur Hälfte rum ist, oder?

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