Fischbeker Heide

Im August und September ist Heidezeit. Die kräftigen violetten Blüten und der weiße Boden bieten tolle Kontraste. Früher hatten wir Heidepflanzen im Vorgarten unseres Häuschens. Als Kinder rupften wir gerne die kleinen Blüten von den Stängeln, um daraus „Suppe“ zu machen. Meine Mutter fand das irgendwie nicht so gut…

Dieses Mal sollte die Heide als Fotomotiv dienen. Mit der allerliebsten Freundin und einer weiteren Bekannten vom Fotostammtisch treffe ich mich an einem herrlichen Spätsommertag in der Fischbeker Heide. Das mehr als 770 Hektar große Naturschutzgebiet liegt im Süden von Hamburg. Am Naturschutz-Informationshaus gibt es einen kleinen Parkplatz, auf dem ich das Auto abstellen kann. Die beiden Mädels kommen mit dem Bus. Wir wandern direkt los. Die allerliebste Freundin kennt sich aus und macht den Wanderführer. Ich bin überrascht, wie hügelig das Gebiet ist. Für uns Norddeutsche ja eher ungewöhnlich.

Fischbeker_Heide_Fingerhut

Fischbeker_Heide_Tal

Wir wandern durch ein kleines Tal, in dem wir schon die ersten schönen Motive finden. Hunde toben durch das Gras und Kinder rennen die Hügel hoch und runter. Hier wachsen auch schon die ersten Büschel Heide. Die allerliebste Freundin lächelt wissend und führt uns durch ein kleines Wäldchen weiter. Wir erklimmen einen anderen Hügel und staunen nicht schlecht. Vor uns liegt die Fischbeker Heide in voller Pracht. Es gibt dutzende Fotomotive und ich kann mich gar nicht satt sehen.

Fischbeker_Heide

Fischbeker_Heide

Fischbeker_Heide

Mit einem Mal quietscht die Fotobekannte laut auf: „Heidschnucken!!!“ Sie zeigt auf das Tal. Dort zieht eine Herde mit etwa 300 Heidschnucken und ein paar Ziegen entlang. Sie werden bereits von einigen Wanderern begleitet. Sie will da runter. Sofort. Ich kann gar nicht so schnell gucken, wie die Fotobekannte den holprigen und recht steilen Weg hinunter gelaufen ist. Überall Wurzeln, Steine und rutschige Erde. Wir stolpern mit unseren Kameras hinterher. Unten angekommen, kann man die Tiere schon riechen. Es sind halt Schafe… Sie grasen den Weg entlang, immer zusammengehalten von einem schwarzen, etwas zotteligen Diensthund. Die Hirtin geht mit großem Wanderstab und grünem Hut daneben. Ihr Gesicht ist braun gebrannt und ihre blauen Augen blitzen unter der breiten Hutkrempe hervor. Sie ist mit mehreren Leuten im Gespräch. Wir konzentrieren uns auf die Tiere. Gar nicht so leicht, sie auf ein Foto zu bekommen. Sie bewegen sich ständig und rennen ziemlich flott. Da muss man ganz schön aufpassen, nicht umgerannt zu werden.

Fischbeker_Heide_Heidschnucken

Fischbeker_Heide_Heidschnucken

Fischbeker_Heide_Heidschnucken

Als die Herde zurück Richtung Schutzhaus zieht – und damit die Heide verlässt – trennen sich unsere Wege. Wir wollen noch etwas weiter spazieren. Das Wetter ist herrlich, die Luft gut und die Stimmung sehr entspannt. Mitten auf dem hellen Weg fällt der Fotobekannten eine kleine, schwarzpelzige Raupe auf. Wir taufen sie Herbert und überreden ihn, uns für ein paar Fotos Modell zu stehen. Herbert macht das ganz wunderbar. Wir setzen ihn zurück in die Heide und laufen weiter.

Fischbeker_Heide

Fischbeker_Heide_Herbert

Fischbeker_Heide_Herbert

Fischbeker_Heide

Fischbeker_Heide

Fischbeker_Heide

Fischbeker_Heide

Fischbeker_Heide

Fischbeker_Heide

Als sich die Sonne langsam neigt, treten wir den Rückweg an. Die allerliebste Freundin und ich wollen noch den Sonnenuntergang einfangen. Wir holen unsere Stative aus dem Auto und gehen zur sogenannten „Glatze“. Ein Hügel, auf dem keine Bäume wachsen. Man kann dort gut auf die Heide schauen. Leider geht die Sonne hinter Bäumen unter und es sind nicht genügend Wolken da, um einen spektakulären Himmel zu erzeugen. Ich genieße den Moment trotzdem. Wir klönen eine Runde, sitzen in der Sonne und lassen den Tag einfach ausklingen. Herrlich finde ich das.

Und mit meinen Fotos bin ich auch recht zufrieden.

Fischbeker_Heide_Sonnenuntergang

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2 Kommentare

  1. moppilina · · Antwort

    Sooo tolle Bilder. Der Tag hört sich total toll an 🙂

    1. Oh, ich danke dir! Der Tag war wirklich ganz wundervoll. Schade, dass die Heideblüte so kurz ist.

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